Bildungspraemie
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Bildungsprämie für Arbeitnehmer

Berufliche Weiterbildung zahlt sich aus. Aber sie muss zuerst einmal bezahlt werden. Im doppelten Sinne "wertvolle" Unterstützung für Arbeitnehmer gibt es vom Staat in der Form der Bildungsprämie.



Was ist die Bildungsprämie?

Qualifizierte Arbeitskräfte bilden den Stützpfeiler einer erfolgreichen Wirtschaft - und für die berufliche Weiterbildung eignen sich qualifizierte Fortbildungsangebote am besten. Aber sie haben auch ihren Preis. Der Staat greift motivierten Arbeitnehmern daher seit 2008 mit der "Bildungsprämie" unter die Arme. Diese besteht aus zwei verschiedenen Fördermaßnahmen: dem Prämiengutschein und dem Weiterbildungssparen.



Mit dem Prämiengutschein bis zu 500 Euro sparen

Der Prämiengutschein steht Erwerbstätigen zur Verfügung, deren zu versteuerndes Jahreseinkommen 20.000 Euro nicht übersteigt. Für zusammenveranlagte Haushalte gilt die Obergrenze von 40.000 Euro. Mit dem Prämiengutschein übernimmt der Staat 50 Prozent der Weiterbildungskosten bis maximal 500 Euro.

Interessenten müssen den Prämiengutschein jedoch in jedem Fall beantragen, bevor sie mit einem Seminar beginnen. Der Weg führt über ein individuelles Beratungsgespräch in einer Beratungsstelle   des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.



Weiterbildungssparen ermöglicht Seminarteilnahme

Die zweite Maßnahme, die der Staat im Rahmen der Bildungsprämie eingeführt hat, ist das sogenannte "Weiterbildungssparen". Seit Januar 2009 können Erwerbstätige frühzeitig Beträge aus ihrem, nach dem Vermögensbildungsgesetz angesparten Guthaben, entnehmen. Diese müssen sie dann allerdings innerhalb von drei Monaten für individuelle berufliche Weiterbildungen verwenden. Auch wenn die Sperrfrist noch nicht abgelaufen ist, geht die Arbeitnehmersparzulage durch die Entnahme nicht verloren.

Weiterbildungssparen steht allen Erwerbstätigen unabhängig von ihrem Einkommen zur Verfügung, die von ihren Arbeitgebern vermögenswirksame Leistungen beziehen. Interessenten können auch dann davon profitieren, wenn sie ihren Kurs schon begonnen haben. Wie schon beim Prämiengutschein führt auch der Weg zum Weiterbildungssparen zu allererst über ein individuelles Gespräch in einer Beratungsstelle. Diese vergibt dann den sogenannten "Spargutschein".